3. Labdanum-ZOOM zur Reihe: Weiblichkeit - entdecken, stärken, feiern

Von Müttern und ihren Prinzen - Provokante Perspektiven auf verdrängte weibliche Wünsche

Donnerstag, 3. März 2022; 20-21 Uhr

Referentin: Dr. Claudia Müller-Ebeling
Kosten: 20,- Euro
Infos zum Zugangslink + Anmeldung: https://kurse.labdanum.de/Weiblichkeit-entdecken-staerken-feiern-Mit-Claudia-Mueller-Ebeling

Inhalt:
Wenn Frauen nach enttäuschter Liebe hoffen, dass auch andere Mütter schöne Söhne haben, beginnt meist erneut dasselbe Spiel. Mit dem schönen Adonis hatte auch Aphrodite ein Techtelmechtel. Doch die Liebesgöttin erwählte den Kriegsgott Ares als Vater ihrer Tochter Harmonia und heiratete den hinkenden Schmied Hephaistos, der ihr kostbare Geschmeide schenkte. Wer also ist der Prinz, auf den Frauen auch heute noch insgeheim hoffen?

Mit provokanten Hypothesen stellt sich das dritte Zoom dem Wagnis empörter Entrüstung. Denn nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht. Es ist schwer, weil wir es nicht wagen. TeilnehmerInnen, die mutige Einblicke in meist verheimlichte Tabuzonen wagen, können ungeahnte Einsichten gewinnen: In weibliche und männliche Begierden; insgeheime Lüste, Ängste und Rivalitäten; erotisch schillernde Gefilde; auf die unheimliche Wandlung von Geliebten zu Ehefrauen und Müttern - und unterdrückte Gefühle von Müttern, die Söhne stillen oder Töchter.


Über die Labdanum ZOOM-Reihe "Weiblichkeit - entdecken, stärken, feiern" mit Dr. Claudia Müller-Ebeling
19. Januar, 16. Februar + 3. März 2022


Unsere Spezies Homo sapiens fiel nicht im 21. Jahrhundert vom Himmel. Unsere Gegenwart verdanken wir Ur-Ahnen, die seit der Eiszeit erfolgreich überlebten. Daher weiten die zwei ersten Zooms unseren Horizont auf Weiblichkeit um evolutionäre Tiefenschärfe - aus mythologischer und schamanischer Sicht - woraus sich die provokante Hypothese des dritten Zooms speist.

Die Kunsthistorikerin, Ethnologin und Schamanismus-Expertin stellt keine Behauptungen auf und beansprucht keine allgemein gültigen Wahrheiten. Vielmehr eröffnet sie ungeahnte Rück- und Ausblicke. Ob man durch's Fenster springt (und die Ambulanz bemüht) oder von neuen Ausblicken profitiert hängt davon ab, ob man sich lieber empört oder wundert. (Sorry: man bezieht sich als 'unbestimmtes Pronomen' auf sämtliche Geschlechter und leitet sich nicht von Mann ab!)

Die Gender- und me-too-Debatte ist notwendig und wichtig. Wie auch der engagierte Journalismus Einzelner, die sie zu Tage förderten und deren Arbeit die Zoom-Referentin schätzt, weil diese tagtäglich Hintergründe recherchieren und sich um ausgewogene Berichte vom Tage bemühen. Doch Vorsicht: Das auf News fixierte Bewusstsein kann uns auch zu Eintagsfliegen degenerieren, basiert doch die erste Silbe von Jour-nalismus auf frz. 'jour' = dt. 'Tag'.

Umso bereichernder ist eine zeitlich tiefere und kulturell weitere Sicht, die mich seit langem fasziniert. Voilà meine provozierenden Einblicke in Weiblichkeit - dank vieler weltweit, die sie mit ihrem noch immer lebendigen schamanischen Weltbild inspirierten und allen Mutigen, die diese Zooms ermöglichen!